Das Wichtigste in Kürze Liposomale Vitamine gibt es als Einzelvitamine wie C, B12 oder D3, als Kombination wie D3 mit K2 und als B-Komplex oder Multivitamin. Wasserlösliche Vitamine sitzen im wässrigen Inneren der Liposomen, fettlösliche in ihrer Hülle aus Phospholipiden. Gut untersucht ist liposomales Vitamin C: In fast allen Vergleichsstudien lagen die Werte im Blut höher als mit herkömmlichem Vitamin C. Ob Tropfen oder Kapsel, entscheidet vor allem Ihr Alltag. Halten Sie sich an die Tagesmenge auf dem Etikett. Was macht ein Vitamin liposomal? Bei liposomalen Vitaminen steckt das Vitamin in Liposomen, winzigen Bläschen aus Phospholipiden. Liposomen können sowohl wasserlösliche als auch fettlösliche Stoffe aufnehmen, darunter Vitamine.1 Das Vitamin selbst bleibt dasselbe, nur seine Verpackung ändert sich. Was das Wort genau bedeutet, erklärt der Beitrag Was heißt liposomal? Warum der Aufwand? Vitamine sind empfindlich. Hitze, Licht, Sauerstoff, Änderungen des Säuregrads und die Verdauung können sie abbauen, und eine Verkapselung soll eine Barriere dagegen bilden.2 Ob das im Körper zu höheren Werten im Blut führt, untersuchen Studien für jedes Vitamin einzeln. Welche liposomalen Vitamine gibt es? Vitamine lassen sich in zwei Gruppen teilen: wasserlösliche und fettlösliche. Wasserlösliche Vitamine finden im wässrigen Kern der Liposomen Platz, fettlösliche in der Hülle. Als liposomale Präparate gibt es unter anderem diese: Vitamin C, wasserlöslich. Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Vitamin B12 und der B-Komplex, wasserlöslich. Vitamin B12 trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Vitamin D3, fettlöslich, oft zusammen mit Vitamin K2. Vitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Vitamin K trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei. Vitamin A, fettlöslich. Vitamin A trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft bei. Multivitamine, die mehrere Vitamine in einem Präparat verbinden. Was Studien zu liposomalen Vitaminen messen Vergleichsweise gut untersucht ist liposomales Vitamin C. Eine Übersichtsarbeit fand zehn Studien am Menschen, die es mit herkömmlichem Vitamin C verglichen. In neun davon lagen die Werte im Blut mit der liposomalen Form höher.3 Die Rezepturen und Mengen unterschieden sich allerdings stark, was den direkten Vergleich der Studien erschwert.3 In einer doppelblinden Studie mit 27 Erwachsenen nahm jeder Teilnehmer an verschiedenen Tagen 500 mg liposomales Vitamin C, 500 mg herkömmliches Vitamin C und ein Placebo. Mit der liposomalen Form lag der Spitzenwert im Blutplasma um 27 Prozent höher, über 24 Stunden gerechnet um 21 Prozent.4 Untersucht wurde eine einzelne Einnahme einer bestimmten Rezeptur.4 9 von 10Vergleichsstudien zu Vitamin C maßen mit der liposomalen Form höhere Werte im Blut.3 27 %höherer Spitzenwert von Vitamin C im Blutplasma mit der liposomalen Form.4 Tropfen oder Kapsel: Was passt zu Ihnen? Liposomal beschreibt die Verpackung, nicht die Darreichungsform. Liposomale Vitamine gibt es deshalb als Tropfen und als Kapseln. Tropfen lassen sich flexibel dosieren und eignen sich, wenn Sie ungern Kapseln schlucken. Kapseln sind geschmacksneutral, genau dosiert und praktisch für unterwegs. Bei Vitamin D3, K2 und den B-Vitaminen geht es im Alltag oft um solche praktischen Fragen. Kombinationen wie D3 mit K2 sparen ein zweites Präparat, und ein B-Komplex vereint mehrere B-Vitamine in einer Portion. Bei Melinava gibt es zum Beispiel liposomales Vitamin D3+K2, einen liposomalen Vitamin B-Komplex und liposomale Multivitamine. Mehr zur Wahl der Form lesen Sie im Beitrag Tropfen, Kapsel oder Pulver. Worauf Sie bei liposomalen Vitaminen achten Phospholipide oder Lecithin stehen in der Zutatenliste. Die Tagesmenge jedes Vitamins ist klar angegeben, möglichst mit dem Anteil am Referenzwert. Fettlösliche Vitamine wie D3 und K2 nehmen Sie zu einer Mahlzeit mit etwas Fett. In einer Studie lag der Höchstwert von Vitamin D3 im Blut nach einer fetthaltigen Mahlzeit um 32 Prozent höher als nach einer fettfreien.5 Nehmen Sie mehrere Präparate, zählen Sie gleiche Vitamine zusammen. Überschreiten Sie die empfohlene tägliche Verzehrmenge nicht. Weitere Prüfpunkte finden Sie im Beitrag Woran Sie ein gutes liposomales Präparat erkennen. Unsere liposomalen Vitamine werden in europäischer Pharmaqualität hergestellt. Häufige Fragen Liposomale Vitamine: Was sagen Erfahrungen?Erfahrungsberichte schildern persönliche Eindrücke, etwa zu Geschmack, Handhabung oder Verträglichkeit. Wie viel eines Vitamins im Blut ankommt, lässt sich so nicht beurteilen, das messen Studien. Für Ihre Wahl ergänzen sich beide: Studien zeigen, was über die Form bekannt ist, Erfahrungen anderer zeigen, wie sich ein Präparat im Alltag bewährt. Gibt es liposomale Vitamine der B-Gruppe?Ja. Es gibt einzelne B-Vitamine wie B12 und einen B-Komplex, der mehrere B-Vitamine verbindet. Alle B-Vitamine sind wasserlöslich und sitzen im Inneren der Liposomen. Welche B12-Formen es gibt, zeigt der Beitrag Welches Vitamin B12? Was ist liposomales Vitamin D?Vitamin D3 ist fettlöslich und sitzt in der Hülle der Liposomen. Oft wird es mit Vitamin K2 kombiniert. Warum die beiden so häufig zusammen angeboten werden, erklärt der Beitrag Warum Vitamin D3 mit K2? Quellen Mankan E, Karakas CY, Saroglu O, Mzoughi M, Sagdic O, Karadag A (2025). Food-Grade Liposome-Loaded Delivery Systems: Current Trends and Future Perspectives. Foods 14(17):2978. DOI Erem E, Ozkan G, Şahin-Yeşilçubuk N, Kilic-Akyilmaz M (2025). Stability, bioaccessibility and bioavailability of vitamins in different delivery systems. Food Chemistry 492:145452. DOI Carr AC (2025). Do Liposomal Vitamin C Formulations Have Improved Bioavailability? A Scoping Review Identifying Future Research Directions. Basic & Clinical Pharmacology & Toxicology 137(1):e70067. DOI Purpura M, Jäger R, Godavarthi A, Bhaskarachar D, Tinsley GM (2024). Liposomal delivery enhances absorption of vitamin C into plasma and leukocytes: a double-blind, placebo-controlled, randomized trial. European Journal of Nutrition 63(8):3037-3046. DOI Dawson-Hughes B, Harris SS, Lichtenstein AH, Dolnikowski G, Palermo NJ, Rasmussen H (2015). Dietary Fat Increases Vitamin D-3 Absorption. Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics 115(2):225-230. DOI