Das Wichtigste in Kürze Wie Vitamin D und K zusammenspielen, ist biologisch gut beschrieben. Ob die Kombination mehr bringt als jedes Vitamin allein, halten Übersichtsarbeiten für möglich, aber noch nicht für geklärt.1,2 Die meisten Studien zur Kombination wurden bei Frauen nach den Wechseljahren gemacht.1 In einer Studie mit 42 gesunden Erwachsenen stieg mit Vitamin K2 in Mengen um den EU-Referenzwert der Anteil bestimmter aktivierter Eiweiße im Blut.3 Für beide Vitamine ist zugelassen, dass sie zur Erhaltung normaler Knochen beitragen. Warum werden Vitamin D3 und K2 kombiniert? Vitamin D und Vitamin K sind beide fettlöslich und spielen eine zentrale Rolle im Calciumstoffwechsel.1 Für Vitamin D ist zugelassen: Vitamin D trägt zu einer normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium und Phosphor bei. Der Grund für die Kombination liegt in einem Zusammenspiel. Unter dem Einfluss von Vitamin D bildet der Körper Eiweiße, die erst mit Vitamin K ihre Aufgabe erfüllen können.1 Für die Knochen besonders wichtig sind Osteocalcin und das Matrix-Gla-Protein. Vitamin K wird gebraucht, damit sie in ihre aktive, sogenannte carboxylierte Form übergehen.4 Ausführlich erklärt ist das im Beitrag Warum Vitamin D3 mit K2? Hier geht es darum, was Studien dazu gemessen haben. Was messen Studien zu Vitamin K2? Viele Studien messen, wie viel dieser Eiweiße im Blut aktiviert ist. Unter normalen Bedingungen bleiben 10 bis 40 % von Osteocalcin und Matrix-Gla-Protein in der inaktiven Form.3 Diesen Anteil nutzen Studien als Messgröße dafür, wie gut die Gewebe außerhalb der Leber mit Vitamin K versorgt sind.3 In einer randomisierten Studie bekamen 42 gesunde Erwachsene zwischen 18 und 45 Jahren ein Placebo oder Vitamin K2 als Menachinon-7, verteilt auf sieben Gruppen mit Tagesmengen von 10 bis 360 µg.3 Für die Auswertung fassten die Forscher die Gruppen zu drei zusammen: Placebo, Mengen unter und Mengen um den EU-Referenzwert für Vitamin K.3 Mit Mengen um den Referenzwert stieg der Anteil der aktivierten Eiweiße im Blut. Auf Messwerte der Blutgerinnung hatte die Einnahme keinen ungünstigen Einfluss.3 Ob diese Veränderung der Gesundheit nützt, müssten laut den Autoren eigens dafür geplante Studien klären.3 Zugelassen ist für Vitamin K: Vitamin K trägt zu einer normalen Blutgerinnung bei. Was zeigen Übersichtsarbeiten zur Kombination? Eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2024 fand 31 Studien zur gemeinsamen Einnahme von Vitamin D und K bei Frauen nach den Wechseljahren.2 Die Autoren sehen insgesamt Hinweise auf mögliche Vorteile der Kombination, unter anderem für die Knochen. Sie betonen zugleich eine Ernährung mit viel Gemüse und fermentierten Milchprodukten.2 Eine zweite Übersichtsarbeit aus demselben Jahr kommt zu einem ähnlich vorsichtigen Schluss. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin K scheint bei gutem Vitamin-D-Status zusätzlich zum Erhalt der Knochen beizutragen. Zum Zusammenspiel der beiden Vitamine sei aber mehr Forschung nötig.4 Auch eine ältere Übersicht hält es für möglich, dass die Kombination wirksamer ist als jedes Vitamin allein. Sie weist aber darauf hin, dass die meisten Studien an Frauen nach den Wechseljahren gemacht wurden.1 Gut zu wissen Viele Studien messen Zwischenwerte im Blut, etwa den Anteil aktivierter Eiweiße. Ob daraus ein Nutzen folgt, müssen eigens dafür geplante Studien zeigen.3 Ergebnisse aus einer Gruppe, etwa Frauen nach den Wechseljahren, lassen sich nicht einfach auf alle übertragen.1,2 Worauf sollten Sie bei der Einnahme achten? Die Studien arbeiteten mit sehr unterschiedlichen Mengen, in der K2-Studie zum Beispiel mit 10 bis 360 µg am Tag.3 Eine bestimmte Menge lässt sich daraus nicht für alle ableiten. Halten Sie sich deshalb an die Verzehrempfehlung Ihres Präparats: Überschreiten Sie die empfohlene tägliche Verzehrmenge nicht. Wenn Sie Medikamente einnehmen, lassen Sie sich vorher ärztlich beraten. Das gilt bei Vitamin K besonders, weil es zur normalen Blutgerinnung beiträgt. Wann und wie Sie die beiden Vitamine einnehmen können, lesen Sie im Beitrag Vitamin D3 und K2: Wann und wie Sie es einnehmen. Wie lässt sich die Studienlage einordnen? Das Zusammenspiel von Vitamin D und K ist biologisch gut beschrieben, und Studien messen mit Vitamin K2 einen höheren Anteil aktivierter Eiweiße.1,3 Ob die Kombination im Alltag einen zusätzlichen Nutzen hat, wird noch erforscht. Ob Tropfen oder Kapseln besser zu Ihnen passen, lesen Sie im Beitrag Vitamin D3 und K2: Tropfen oder Kapseln? Bei Melinava gibt es liposomales Vitamin D3+K2 und liposomale D3+K2-Kapseln, für beide verwenden wir Phospholipide aus europäischen Sonnenblumen. Häufige Fragen Gibt es wissenschaftliche Studien zu Vitamin D3 und K2?Ja. Eine Übersichtsarbeit fand 31 Studien zur gemeinsamen Einnahme bei Frauen nach den Wechseljahren.2 Dazu kommen Studien zu Vitamin K2 allein, die vor allem Werte im Blut messen.3 Was bringt die Kombination laut Studien?Studien deuten auf ein Zusammenspiel hin, ein klarer Zusatznutzen ist aber noch nicht belegt.4 Zugelassen sind die Aussagen zu den einzelnen Vitaminen: Vitamin D und Vitamin K tragen jeweils zur Erhaltung normaler Knochen bei. Quellen van Ballegooijen AJ, Pilz S, Tomaschitz A, Grübler MR, Verheyen N (2017). The Synergistic Interplay between Vitamins D and K for Bone and Cardiovascular Health: A Narrative Review. International Journal of Endocrinology 2017:7454376. DOI Rusu ME, Bigman G, Ryan AS, Popa DS (2024). Investigating the Effects and Mechanisms of Combined Vitamin D and K Supplementation in Postmenopausal Women: An Up-to-Date Comprehensive Review of Clinical Studies. Nutrients 16(14):2356. DOI Theuwissen E, Cranenburg EC, Knapen MH, et al. (2012). Low-dose menaquinone-7 supplementation improved extra-hepatic vitamin K status, but had no effect on thrombin generation in healthy subjects. British Journal of Nutrition 108(9):1652-1657. DOI Aaseth JO, Finnes TE, Askim M, Alexander J (2024). The Importance of Vitamin K and the Combination of Vitamins K and D for Calcium Metabolism and Bone Health: A Review. Nutrients 16(15):2420. DOI